Stadtteil Dorenkamp der Stadt Rheine

Das Projekt SliQ richtet sich an alle Menschen des Stadtteils Dorenkamp der Stadt Rheine. Rheine ist gemessen an der Einwohnerzahl (ca. 74.000) die größte Stadt im Kreis Steinfurt und liegt an der nördlichen Grenze der Westfälischen Tieflandbucht. Rheine wird vom Fluss der Ems geteilt.

Links der Ems, süd-westlich der Innenstadt von Rheine liegt der Stadtteil Dorenkamp. Das Zentrum von Rheine ist fußläufig zu erreichen und auch im Quartier selbst gibt es eine gute Nahversorgung und alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens. Wichtige Einrichtungen sind das Schulzentrum Dorenkamp, das Mathias-Spital, die praxisHochschule, die Pfarrgemeinde und Kirche St. Elisabeth, die heute brachliegende Damloup-Kaserne, der Kirmesplatz, sowie das neu errichtete Stadtteilzentrum „Neue Mitte Dorenkamp“ am Pfarrer-Bergmannshoff-Platz. Im Süden des Stadtteils liegt der Waldhügel, der die höchste Erhebung im Stadtgebiet aufweist. Dieser bietet nahegelegene weitläufige Natur- und Erholungsräume für die Einwohner.

Der Stadtteil Dorenkamp ist geprägt durch seine Vergangenheit als Bahner- und Kasernenstadtteil. Vor dem zweiten Weltkrieg wurden vor allem von Unternehmen für die Beschäftigten der Eisenbahn und der Textilindustrie in Dorenkamp Häuser errichtet. Auch wenn die Textilindustrie noch die Eisenbahn keine große Anzahl an Arbeitsplätzen bieten, versteht sich der Stadtteil bis heute vor allem bei Alteingesessenen als Arbeiterstadtteil. Im zweiten Weltkrieg erlitt Dorenkamp enorme Schäden. Auch durch Abriss und Ersatzbebauung nach 1945 sind heute in diesem Stadtteil nur noch wenige Gebäude aus der Zeit vor 1930 erhalten.

Der Stadtteil Dorenkamp in seiner heutigen Form entstand überwiegend in den Nachkriegsjahren als Reaktion auf ein starkes Bevölkerungswachstum. Dieses zeigt sich neben der baulichen Struktur auch in der Altersstruktur der Quartiersbewohner. Dorenkamp ist mit seinen ca. 13.500 Einwohnern der größte Stadtteil in Rheine. Von diesen 13.500 Einwohnern sind bereits heute 29,27% über 60 Jahre und 21% über 65 Jahre. Aus statistischer Sicht ist der Dorenkamp ein kinderarmer und stark überalterter Stadtteil mit einem überdurchschnittlichem Migrations- und Ausländeranteil. Wie viele Menschen mit einem Schwerbehinderten-Status in diesem Stadtteil leben, kann aufgrund fehlender Daten nicht genau ermittelt werden. Um den Personenkreis der Menschen mit einer Behinderung in Dorenkamp dennoch einordnen zu können, wurde eine Statistik zugrunde gelegt, nach der ca. 1000 Menschen in Dorenkamp als schwerbehindert eingestuft sind.

Dieses Quartier wurde für das Projekt SliQ nicht zufällig gewählt. Nicht nur die statistischen Werte bezüglich der Altersstruktur ergeben eine Erklärung für die Auswahl dieses Stadtteils, auch in dem bereits laufenden Förderprogramm „Soziale Stadt Dorenkamp“ des Landes NRW sieht die Stadt Rheine in dem Projekt SliQ eine gute Ergänzung. Mit diesem Programm möchte die Stadt Rheine den demografischen Wandel im Stadtteil Dorenkamp aktiv und mit den Bürgern gestalten und folgt dem Leitbild, dass Alt und Jung selbstverständlich miteinander im Stadtteil leben können.
Darüber hinaus gibt es engagierte quartiersbezogene Bürgerinitiativen, wie zum Beispiel die „IG Dutum Dorenkamp“ oder den selbstorganisierten Bürgertreff „rheine süd-west Dorenkamp Dutum aktiv“. Das Projekt SliQ sieht in diesen Entwicklungen ein großes Potenzial und möchte an diesen Ressourcen anknüpfen, um den Stadtteil zu fördern.