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Pressekonferenz in Rheine

Pressetext der Stadt Rheine, veröffentlicht am 23.11.17 , nachzulesen unter www.rheine.de:


Im Rahmen des Projektes "SliQ-Selbstständig leben im Quartier" wurden die Beratungs- und Unterstützungsstrukturen vor Ort untersucht, welche primär für behinderte und/ oder ältere Menschen angeboten werden und eine selbstständige Lebensführung ermöglichen können. In einer umfangreichen quantitativen und qualitativen Quartiersbefragung konnten erstmalig wesentliche Erkenntnisse und Alltagsphänomene wissenschaftlich nachgewiesen werden. Prof. Dr. große Schlarmann von der praxisHochschule Rheine machte deutlich, dass diese Ergebnisse erklären, warum Präventivangebote nicht angenommen bzw. nicht den gewünschten Erfolg haben und Bürger in einem akuten Problemfall oftmals nicht den passenden Ansprechpartner finden.


Marie-Claire Kühn als Projektkoordinatorin für den Standort Rheine der Stift Tilbeck GmbH erklärte, dass darauf aufbauend nun in den restlichen Monaten des Projektezeitlaufs Maßnahmen getroffen werden, um vor Ort vorhandene Strukturen sinnvoll zu ergänzen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern von Rheine sollen die nächsten Schritte erarbeitet und damit möglichst passgenau und alltagstauglich entwickelt werden.

 

Raimund Gausmann als Dezernent für den Bereich Soziales erläutert zum Ziel des Projektes SliQ, dass man Ideen sammeln möchte, wie Menschen noch in hohem Alter, ob mit oder ohne Behinderung, in der gewohnten Umgebung gut leben können. Auf Grundlage der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und mit Unterstützung interessierter Bürgerinnen und Bürger soll bis Ende 2018 ein Leitfaden mit bestimmten Fragestellungen für diesen Bereich erarbeitet werden. Daneben soll in einer Internetdatenbank alle vorhanden Haupt- und ehrenamtlichen Strukturen und Angebote gebündelt werden.

 

Medina Atalan als Sozial- und Jugendhilfeplanerin erläutert, dass mit Hilfe des, bis dahin entwickelten Leitfadens und der Datenbank jeder Ratsuchende jederzeit, ortsunabhängig und auch in Akutfällen nach passenden Angeboten suchen kann. Diejenigen, die nicht in der Lage sind selbst online nach einer Lösung zu suchen, können sich an eine Lotsenstelle wenden, die ebenfalls mit der Datenbank und dem Leitfaden arbeitet und dem Ratsuchenden so telefonisch über passende Angebote informieren kann. Die Verortung dieser Lotsenstelle sei bisher noch nicht klar, so die Projektkoordinatorin Frau Kühn.

 

Damit wäre dann gewährleistet, dass sich jedermann durch den Dschungel der Aufgaben und Angebote durchlotsen lassen kann und die entsprechenden Informationen findet, die man braucht, wenn zum Beispiel plötzlich ein Pflegefall in der Familie eintritt.


Bürger, die Interesse haben, an der Erarbeitung dieser Internetdatenbank mitzuarbeiten sind herzlich eingeladen, sich bei Marie-Claire Kühn unter der Telefonnummer 0171/9061039 zu melden.